Frühjahrsexkursion zu den Dornburger Schlössern

Am 10. Juni 2023 begann früh um 8 Uhr an der Thomaskirche unsere diesjährige Frühjahrsexkursion zu den weitbekannten Dornburger Schlössern nördlich von Jena inmitten einer herrlich-lieblichen Landschaft, durch deren Tal sich so einmalig schön die Saale schlängelt.

Blick in das Saaletal
Blick in das Saaletal - Fotografie: Petra Anastasia Paul

Unser komfortabler, klimatisierter Bus der Firma KVS bot allen Teilnehmern ein angenehmes Reiseerlebnis durch die noch immer frühlingshaft geprägten Gefilde Thüringens und so war die Stimmung prächtig, als wir an der Kirche von Dornburg dieses herrliche Fleckchen unserer schönen mitteldeutschen Heimat betraten. Auf einem imposanten Plateau von Muschelkalkfelsen thronen hier seit Jahrhunderten die berühmten drei Schlösser, deren Altes Schloß in seinen Ursprüngen noch in die ottonische Zeit verweist und das sich im beginnenden 16. Jahrhundert zu einem Bauwerk in den Formen der Renaissance wandelte, wenig später ergänzt um das Renaissance-Schloß, in dem Goethe schließlich nach dem Tode seines großherzoglichen Freundes Carl August ab Juli 1828 für viele Wochen Wohnung nahm und dort bis zum Frühherbst im September die Trauer um den engen Freund, mit dem er mehr als fünfzig Jahre seines Lebens geteilt hatte, auf seine Weise verarbeitete.

Inmitten der Pracht der Laubengänge
Inmitten der Pracht der Laubengänge - Fotografie: Heinz – Joachim Halbach

Inmitten dieses baulichen Ensembles thront das im 17. Jahrhundert errichtete Rokoko-Schloß mit seiner prächtig-barocken Gartenanlage.

Wege durch üppige rosengeschmückte Terrassen und prachtvolle Blütenbeete voller Stauden verbinden die drei herrlichen Schlösser, an deren südliche Hanglagen seit Jahrhunderten die Reben eines überaus geschätzten Weines wachsen.

Die Dornburger Schlösser reflektieren unnachahmlich den so überaus ausgeprägten kultur- und kunstgeschichtlichen Reichtum Mitteldeutschlands, dessen Bogen sich von der Arche Nebra über das Kloster Memleben bis hin nach Quedlinburg spannt und mit Weimar und seinem Umland ein Epizentrum der deutschen Kultur – und Geistesgeschichte darstellt.

Klosterkirche Pforta
Klosterkirche Pforta - Fotografie: Heinz-Joachim Halbach

Am Ende dieses erlebnisreichen Besuches bot uns das herrlich gelegene Restaurant „Schlossberg“ gute Bewirtung mit Speis und Trank und alle Teilnehmer waren frohen Herzens und lobten den Vorstand - besonders Ines Gillner - für die gute Vorbereitung und Organisation dieser Exkursion, deren Bilder uns noch lange erinnern werden an diese glückvollen gemeinsamen Stunden unserer vertrauten Gemeinschaft.   

Schlussendlich besuchten wir auf der Rückfahrt nach Leipzig noch das einstige Zisterzienserkloster Sankt Marien zur Pforte, welches nach der Reformation auf Erlaß des Herzogs Moritz von Sachsen zur Landesschule Pforta bestimmt wurde und nunmehr seit fast fünfhundert Jahren als Eliteschule Erziehung und Bildung vermittelt. Eine sehr anschauliche Führung durch die Gebäude samt Kreuzgang, die Kirche und auch über den Alten Friedhof war letztlich ein würdiger Abschluss unserer diesjährigen Frühjahrsexkursion.

Alfred E. Otto Paul

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